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Wir stellen vor: VIEUX BOUCAU

Wir stellen vor: Le savoir-vivre in VIEUX BOUCAU

Morgens ein Frühstück mit Baguettes und Käse genießen, dazu das Meeresrauschen im Hintergrund und nach dem Surfen ein Croissant in der typisch französischen Stadt schlemmen, ehe es abends in die legendäre Mojito-Bar geht, wo Surfer und Einheimische das Leben feiern. So ungefähr könnte ein Tag in Vieux Boucau aussehen. Das kleine Städtchen mit 1600 Einwohnern liegt direkt an der französischen Atlantikküste und empfängt jährlich bis zu 40.000 Besucher. Überwiegend Surfer sind hier zu finden, da die Surfspots als die Besten der gesamten Region gehandelt werden. Die Stimmung in der Stadt sei wohl dementsprechend entspannt, die Einheimischen gelten als Genießer und Lebenskünstler. „Le savoir-vivre“ eben, wie die Franzosen sagen würden, die Kunst das Leben zu genießen.

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Aber ist das wirklich so? Wir sind dem auf den Grund gegangen und haben Tobi in Vieux Boucau getroffen. Seit 2015 ist er Koch im 18plus Camp, das unmittelbar hinter der Düne liegt und überwiegend von Sand umgeben ist. Damit unterscheidet sich Vieux schon optisch zu den anderen Camps in Frankreich wie Moliets oder St. Girons, die mitten im Pinienwald liegen. „Im Vergleich zu den anderen Camps ist Vieux einfach besser, weil der Ort ein Schön-Wetterloch ist. Selbst wenn paar Wolken am Himmeln sind, findet man hier stets ein sonniges Plätzchen“, betont auch Tobi. Er selbst hat auch schon in anderen Orten gearbeitet, aber immer wieder hat es ihn nach Vieux Boucau zurück verschlagen: „Vieux ist für mich einfach wunderschön, das Camp hat einen besonderen Teamspirit und die Sandbänke sind top. Im Vergleich zu Moliets beispielsweise ist es hier nicht so überlaufen, was die Atmosphäre entspannter macht. Naja und die Mojito-Bar ist mit der geilen Stimmung legendär“. Aha, da haben wir es also wieder: Le savoir-vivre.

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Jedoch bucht man doch nicht ein Wellenreitcamp um die französische Kultur zu bestaunen. Also vielleicht schon, aber im Fokus steht immer noch eins: Der Surf. Und laut Tobi sind die Wellen hier ebenfalls besonders: „Der Spot in Vieux ist einfach top. Es werden einem meistens unterschiedliche Wellen mit eigenem Charakter geboten, sodass für alle was dabei ist“. Nach dem kurzen Weg zum Strand bestätigt ein Wavecheck seine Theorie: Im Wasser sind sowohl Surfgruppen, die anscheinend gerade ihre erste Wellen fahren, weiter im Line-Up bekommt man ordentliche Turns zu sehen.

 

 

 

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Tobi auf dem Weg zum Meer

 

Nur selbst hier gibt es auch Tage mit weniger Swell: „Aber das geht schon klar. Die Stadt Vieux an sich ist ein riesiges Kulturzentrum, so gibt es dort alle möglichen Feste, Konzerte und andere Events. Außerdem hat Vieux einen Skatepark, was auch immer eine nette Abwechslung ist. Mal davon abgesehen, kommt man mit dem Bus auch überall gut hin, weshalb es sich auf jeden Fall auch lohnt sich mal die umliegenden Städte anzuschauen“. Einmal die Woche ist sogar Markt, an dem man typisch französische Stadtluft schnuppern kann.

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An diesen Tagen riecht der gesamte Ort nach Käse und frischen Backwaren. Um aber nicht die teuren Marktpreise zahlen zu müssen, versucht das Küchenteam alles, um den kulinarischen Köstlichkeiten ins Camp zu holen: „Wir kochen frisch mit allem, was das französische Baskenland so hergibt und versuchen die französischen Spezialitäten mit in unseren Essenplan einzubauen, je nach Möglichkeit“. Tobi bietet den Gästen jeden Abend ein warmes, frisch vor Ort zubereitetes Gericht an. Zum Frühstück kann man sich auf ofenfrische Baguettes mit französischen Käse sowie vielen weiteren Leckereien wie Wurst etc. verlassen.

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Am Ende fasst Tobi nochmal zusammen: „Vieux bietet einem einfach ein super Allround-Paket und wer es gerne Sonne mag, ist in Vieux auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Außerdem haben wir viele Stammgäste wodurch immer eine großartige Stimmung im Camp herrscht. Wir freuen uns aber auch immer über neue Gesichter. Ich kann hier zwar viel erzählen, aber sowas wie die Stimmung muss man einfach selbst erlebt haben.“ Und anscheinend ist das tatsächlich so: Mit der Ankunft am Campingplatz in Vieux lässt man die Sorgen zu Hause und steigt ein, in das entspannte Surferleben. Man genießt die französischen Extras, die guten Wellen und das Beisammen mit den Menschen im Camp. Und am Ende der Woche hat man definitiv eins gelernt: Das Leben zu genießen.