Wavetours Blog

Winterblog: Australien #wasmachteigentlich

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Mit Mitte 20 ans andere Ende der Welt ziehen und dort studieren, arbeiten und surfen – was man braucht, um das Leben Down-Under zu meistern, erzählt uns unsere Teamriderin Valeska Schneider in einer kleinen Revue ihrer bisherigen Zeit in Australien.

 

Ein Auslandssemester vorm Auslandsstudium ?

Ursprünglich bin ich aufgrund eines Auslandssemesters nach Australien geflogen. Bevor ich im Februar mein Auslandsemester in Melbourne angefangen habe, habe ich erstmal ein paar Wochen an der Gold Coast verbracht und mich komplett in die Gegend dort verliebt.

Während meines Auslandssemesters in Melbourne habe ich die australischen Lehrmethoden kennen gelernt und die haben mich in meiner Entscheidung bestärkt, in Australien zu studieren und für die nächste Zeit zu leben. Da ich meine bisherigen Surftrips meistens immer mit irgendetwas Sinnvollem verbunden habe, habe ich die Entscheidung getroffen diesen Surftrip ein bisschen zu verlängern und meinen kompletten Master in Australien zu machen.

„Also habe ich, nachdem ich an der Griffith University angenommen wurde, meinen Master in München abgebrochen, mein Sparkonto geplündert, meine Sachen zusammengepackt und bin im Juni nach Coolangatta an die Gold Coast gezogen!“

 

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Der neue Alltag in Downunder

Coolangatta ist ein kleiner Ort ganz im Süden von der Gold Coast und bekannt für die Weltklasse Surfbreaks dort (z.B. Snapper Rocks). Ich bin zwar ca. 45 min mit dem Auto von der Uni entfernt, dafür ist man aber auch direkt an der northern New South Wales Coast, wo man immer Lineups mit weniger Surfern finden – an der Gold Coast kann es manchmal nämlich ganz schön voll werden.
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Mein Alltag sieht eigentlich so aus, dass ich so gut wie jeden Morgen irgendwo surfen gehe. Außer es hat keine Wellen oder ich bin im Abgabestress von meiner nächsten Hausarbeit. Dann fahre ich meistens in die Uni, habe eine Vorlesung oder Seminar und bin meistens noch ein bisschen in der Bibliothek. Wenn es nachmittags noch gute Wellen hat, versuch ich meistens noch ein Session zu machen.

„An den Wochenenden findet sich meistens eine kleine Crew zusammen, um in den Süden zu fahren und leere Lineups zu finden.“

Seit September arbeite ich jetzt auch hier so ca. einmal die Woche im Rip Curl Shop. Jetzt sind bei uns Sommerferien also heißt das mehr arbeiten und surfen als studieren und surfen. Seit Neuestem habe ich auch mit ein paar Techniktrainingsessions angefangen und wenn die Wellen schlecht sind gehe ich manchmal ins Fitness Studio fürs Krafttraining. Man braucht auf jeden Fall immer ein gutes Timemanagement hier!

Das Unileben gefällt mir hier um einiges besser. Es sind viel mehr Projekte, Hausarbeiten und Präsentationen, als in Deutschen Unis und ich habe das Gefühl, dass ich die Inhalte ganz anders aufnehmen und mir merken kann. Andersrum ist es schon um einiges mehr Arbeit während dem Semester. Dafür ergeben sich die Noten aus mehr als einer Abschlussprüfung.
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Anderes Land, andere Sitten

Die Menschen hier sind im Vergleich zu den Deutschen etwas entspannter, direkter, offener, flexibler aber vielleicht auch etwas unzuverlässiger. An die Mentalität muss man sich auf jeden Fall erstmal gewöhnen aber im Großen und Ganzen wird man hier echt sehr herzlich aufgenommen.

Am meisten von daheim vermisse ich meine Familie und Freunde. Obwohl mein Freundeskreis hier immer mehr wächst, dauert es natürlich seine Zeit, um feste Freundschaften aufzubauen so wie ich sie bereits zu Hause habe.

„Im Moment bin ich noch so vom Surffieber gepackt, dass ich mir es gerade nicht vorstellen kann, wieder landlocked in Deutschland zu leben.“

Die Möglichkeit einfach jeden Tag surfen gehen zu können aber trotzdem normal zu arbeiten, ist einfach ein Traum den ich so schnell nicht aufgeben möchte. Deshalb wird es bei mir fürs erste wahrscheinlich nur bei Heimatbesuchen bleiben. Wann ich das nächste Mal komme ist noch nicht ganz sicher. Der nächste Trip nach Europa wird wahrscheinlich erst nächstes Pfingsten während meiner Semesterferien sein oder sonst spätestens wieder im September zu den DM.

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