Wavetours Blog

Testbericht Pukas G-Spot

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fritt_logo“Gabriel said it was almost too easy to surf with” lautet das Testurteil von Pukas nach Gabriel Medinas Besuch im Baskenland. Nun sind Gabriel Medinas Fähigkeiten und Ansprüche nicht wirklich mit denen eines durchschnittlichen deutschen Surfers zu vergleichen, weswegen wir uns das 5’9er G-Spot aus unserem Boardrack schnappten und einer Testwoche im Wavetours Family Camp in Bias unterzogen.

Der erste Eindruck: Bunt, einigermaßen großzügige Volumenverteilung, abgefahrenes Tail und vieeel Concave. Pukas hat dieses Jahr jedem Modell ein individuelles farbenfrohes Design verpasst. Wers lieber schlicht mag, kann natürlich auch jedes Board „blanko“ ordern.

gspotGesurft wurde das Board in knie- bis etwas über kopfhohen Wellen, bei denen von schnellen „Ebbe-Beinahe-Closeout-Wellen“, die vom morgendlichen Offshore noch etwas offen gehalten wurden, bis hin zu nachmittäglichen Onshore Bedingungen alles dabei war.

Das tiefe Concave kombiniert mit der Wide-Point-Forward-Outline und einem flachen Entry-Rocker gibt dem Board extrem viel Lift, wodurch es trotz des recht geringen Volumens unglaublich schnell und einfach in die Welle startet. Steht man einmal auf dem Board, kommen die eher performance-orientieren Maße und ein stark ausgeprägter Tail-Rocker zur Geltung und man vermisst nichts gegenüber einem High-Performance Shortboard.

2668_02668_1In nicht-so-perfekten Wellen ist das Board durch das tiefe Concave superschnell und spaßig zu surfen. Wo man mit einem Performance Shortboard keinen Spass mehr hat, weil die Wellen zu schwach sind, kann man mit dem G-Spot noch sehr einfach Wellen catchen. Durch das 5-Finnen Set up kann man die Fahreigenschaften je nach Wahl der Finnen (Quad oder Thruster) selbst feinjustieren, je nachdem, ob man mehr auf den Drive von Fish Boards oder die Agilität von Shortboards steht.

Die Quadoption verleiht dem Board in schnellen und kraftvollen Wellen extrem viel Drive und sehr viel Halt in der Wellenwand. Allerdings wird es dadurch auch schwerer in Turns zu kontrollieren, sodass dieses Set up eher für Barrel- oder Aerial-orientiertes Surfen zu empfehlen ist oder auch für Surfer, die sehr viel Power in ihre Turns bringen. Wechselt man aber in solchen Bedingungen auf ein Thruster Set up, wird das Board super wendig und deutlich leichter zu kontrollieren, was auch den Nicht-Gabriel-Medinas dieser Welt kritische Manöver in der Pocket erleichtert. Durch das Zusammenspiel von tiefem Concave und dünnen, heruntergezogenen Rails „grippt“ das Board sehr gut, wodurch einen das Board durch kritische Manöver „führt“.

Fazit: Das G-Spot ist für Wellen von hüft- bis etwas über kopfhoch sehr variabel einetzbar und lässt sich durch den ausgeprägten Lift sehr einfach paddeln. Fortgeschrittene Surfer werden Spass daran finden das Board mit verschieden Finnen Setups zu testen. Hier muss jeder für sich selbst die Kombinationen finden, die für ihn auf bestimmte Bedingungen am besten passen. Aber Vorsicht: Für Surfer, die noch keine Erfahrungen mit Shortboards gesammelt haben, gibt es Boards, die einfacher zu surfen sind. Wer aber ein leicht zu paddelndes Shortboard sucht, das performance-orientiertes surfen in all seinen modernen Facetten ermöglicht und vielseitig einsetzbar hinsichtlich verschiedener Wellenbedingungen ist, dem sei das G-Spot ans Herz gelegt.

Ach ja: Die Sache mit dem Tail. Liebevoll auch „Butt-Tail“ genannt, soll es die Wendigkeit eines Squash-Tails mit dem Hold eines Rounded Pin Tails verknüpfen. Und: Es funktioniert! In kraftlosen Wellen fühlt es sich (insbesondere wenn als Thruster bestückt) sehr „loose“ an, sobald die Wellen kraftvoller werden und man das Board in Turns aufs Rail bringt, hat man den nötigen Halt, den man von einem klassischen Rounded Pin gewöhnt ist. Ein weiteres Feature, was dieses Board zu einer multifunktionalen Allzweckwaffe macht.

Bei gewecktem Interesse bitte Fritt kontaktieren. Hier erhaltet Ihr die perfekte Beratung zu den optimalen Dimensionen und die Möglichkeit das Brett direkt zu erwerben bzw. zu bestellen.

Foto: Stefan Seifert, http://sappone.jimdo.com/