Wavetours Blog

Surfhaus Paradise Beach Marokko – Ein Erfahrungsbericht

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Surfhaus Paradise Beach – Ein Erfahrungsbericht

meerblick von der dachterasseEs ist 04:45 Uhr und ich kann es gar nicht glauben, dass gerade der Wecker klingelt. Aber schnell fällt mir wieder ein, dass ja gleich der Flieger nach Marokko geht und zack, steh ich auch schon mit einem Lächeln im Badezimmer und mach mich fertig. Vom Düsseldorfer Flughafen habe ich einen Platz mit Germanwings für 220 Euro nach Agadir ergattert. Nach vier Stunden Flug wird zur Landung angesetzt und wie erwartet steht unser Taxifahrer schon parat und erwartet uns mit einem Wavetours-Schild.

anchor point surf

Nach 45  Minuten passieren wir die berühmten Surfspots Anchor und Killer Point und die Wellen sehen vielversprechend aus. Weitere fünf Minuten später sind wir im Surfhaus angekommen und unser Gastgeber Simo empfängt uns freundlich. Auf dem Tisch steht schon das Frühstück parat und ich freue mich über Omeletts und Kaffee. Neben uns sind noch vier weitere Gäste im Haus, die allerdings schon los zum Surfkurs sind. Simo zeigt uns das Haus, inklusive unserer Zimmer,  bevor es für zu einem kleinen Rundgang zum Strand „Paradise Beach“ und dem Hafen geht.

ziegen marokko

Nach einem leckeren Lunch geht es weiter nach Taghazout um ein Board für mich zu leihen. Simo hat wahnsinnig gute Connections und nach dem sechsten Surfshop finde ich ein geeignetes für 15 Euro am Tag (welches ich jeder Zeit wechseln kann) mit dem es dann nach Anchor Point zum Surfcheck geht.

souk agadir marokko

Wieder zurück im Surfhaus lerne ich die anderen Gäste kennen. Sebastian aus Österreich und Kim und Caro aus Deutschland sind das erste Mal in Marokko und begeistert von der familiären Atmosphäre die hier im Haus herrscht. „Simo kümmert sich toll um seine Gäste und das Essen ist mega gut, vor allem das Frühstück“ meint die 20-Jährige Kim.

essen im surfcamp marokko

Dagegen ist Carsten (19 Jahre) aus Stuttgart ein alter Hase, er ist bereits das zweite Mal in Marokko: „Ich war das letzte Mal in einem Camp mit über 60 Leuten in der Nähe von Taghazout, da war die Organisation sehr chaotisch und mir einfach zu voll. Hier ist es persönlicher und das gefällt mir deutlich besser“. Das wird auch beim Abendessen bewiesen, das mit leckeren traditionell marokkanischen Tajin und einer entspannten Atmosphäre überzeugt.

surf ausflug imsouane

Während des Frühstücks kann man am TV den Surf-Forecast abwechselnd mit der Live-Webcam vom Anchor Point ansehen und sich auf den Tag einstimmen, bevor es dann hoch motiviert in den Jeep zum Spot geht. Die vier anderen Gäste fahren zu Camel beach und nehmen am Anfängerkurs teil, während Simo mich zum Anchor Point bringt. Nach kurzen Check entscheide ich mich aber dagegen, da es sehr voll im Line-up ist. Simo schlägt mir La Source und Killer Point vor. Ich entscheide mich für Killers und verbringe unfassbar gute 2 Stunden mit Surfen. Es sind noch sechs weitere Surfer im Line-up und die Atmosphäre ist sehr entspannt. Brusthohe Wellen rollen rein und jeder kommt hier zum Zug.

Als ich wieder zum Strand komme, zaubert Simo eine Lunchbox hervor und überreicht mir Nudeln mit Huhn. Dazu gibt es Obst und Wasser bevor es nach einer Pause dann wieder ins Wasser geht. Als nächstes surfe ich La Source und es ist noch besser. Wir sitzen zu zweit auf der Rechten, die zwar nur Hüft- bis Brust hoch ist, aber mit viel Power mir ca. 200 Meter lange Rides beschert.

surftrip marokko

Glücklich und mit breiten Grinsen geht es wieder zum Surfhaus, wo auch schon die nächste freudige Überraschung auf mich wartet. Die Köchin hat für alle Gäste Crepes mit Schokoladencreme gemacht und dazu gibt es marokkanischen Minztee oder Kaffee.

Den restlichen Nachmittag chille ich im Haus und quatsche mit den anderen Gästen. „Die Surfspots sind mega nah am Haus, was klasse ist und der Coach geht auf den persönlichen Leistungsstand ein. Ich werde super durch die Session gecoacht und hatte heute sogar schon ein paar grüne Wellen. Mal sehen ob ich Freitag dann Anchor‘s rippe“., sagt der 35-Jährige Sebastian aus Österreich mit einem Lachen.

surfkurs marokko

Neben Surf und leckerem Essen werden während der Woche verschiedene Ausflüge angeboten. Inklusive im Preis ist der Ausflug nach Agadir zum Souq, wo man die arabische Kultur hautnah erlebt. Schon beim Ankommen steigen uns die verschiedensten Düfte von Kumin und frischem Obst in die Nase. Zum Glück wurden wir von unserem Surflehrer Halim begleitet der uns bei zähen aber erfolgreichen Verhandlungen unterstützt.

Vor dem surffreien Tag am Freitag machen wir uns Donnerstag abends auf um ein wenig Taghazout unsicher zu machen. In einer gemütlich Bar trinken wir ein paar Bier, der DJ legt auf und der ein oder andere schwingt auch das Tanzbein. Für mich ist der Abend um 00:30 Uhr vorbei aber einige andere Gäste sind aber noch motiviert und machen eine Tour nach Agadir um das berühmte marokkanische Nighlife hautnah mitzuerleben.

shopping in agadir

Die Nacht hat Spuren hinterlassen und leider schafft es ein Gast nicht aus dem Bett. Meine Enthaltsamkeit dagegen soll sich noch auszahlen, denn heute machen wir eine Tagestour nach Imsouane (30 Euro/Person). Hier befindet sich die wohl längste Welle Marokkos in einer schönen Fischerbucht etwa eine Stunde nördlich von Paradise Beach. Um die 500 Meter lange Wellen sind mir heute gegönnt und ich komme aus dem Strahlen nicht mehr raus. Unser Gastgeber Simo scheint auch hier Hinz und Kunz zu kennen und organisiert für uns alle Fisch zu Mittag der gerade frisch aus dem Meer gezogen wurde. Auf dem Rückweg gibt es noch eine Zugabe von Simo und wir machen eine kleine Safari durch einen kleinen Wüsteabschnitt.

 

So vergeht die Woche wie im Fluge mit leckerem Essen, super Wellen und netten Menschen. Täglich checken wir die umliegenden Spots wie Devil’s Rick, Crocodile, Banana Point etc und entscheiden wo wir reinspringen. Und am Ende der Woche, was soll ich sagen: „Marokko ich komm gern wieder!“