Wavetours Blog

Reiseblog Surfcamp Senegal: Das Wavetours Team besucht Afrika

senegal surfcamp n'gor

Aussicht auf Dakar von N’Gor Island

Endlich ist es soweit: Campmanger Michi, Jens und Nic haben sich aufgemacht um die Wellen Senegals für euch zu checken.

Der Flug

Es gibt mehrere Airlines die nach Dakar fliegen (TAP, Iberia, Air France). Wir haben uns für Air France entschieden, da hier unsere Surfboards (sogar Michis 9ft Maschine) umsonst mitfliegen dürfen. Nach einem kurzen Stop in Paris sind wir auch 9 Stunden später schon im Senegal.

 

Die Ankunft

Am Flughafen herrscht ein wildes tohuwabohu, allerdings läuft alles reibungslos und nach kurzem Warten haben wir unser Visa (kostenlos) und unser Gepäck. Draußen werden wir freundlich von Samba empfangen, der uns ins Surfcamp fährt.

uberfahrt von Dakar zum Surfcamp

Überfahrt von Dakar zum Surfcamp

Der Weg

Wer hätte das gedacht, aber schon am Ankunftstag werden unsere Füße nass. Denn nach einer 15 minütigen Autofahrt geht es mit einem Fischerboot weiter. Ein wenig verpeilt von der Reise vergesse ich auch prompt meine Schuhe am Strand, über die sich jetzt hoffentlich ein Local freut. Nach weiteren 5 Minuten mit dem Boot legen wir auch schon wieder am Beach an.

 

Strand in Toubab Senegal

Michi auf Erkundungstour

Die Insel

N’Gor ist ca. 500mx1000m groß und durchsäumt von schmalen Gassen. Es gibt drei Strände mit den kreativen Namen Beach one, Beach two und Beach three.

 

Das Camp

Jesper vermietet verschiedene Zimmer in vier Häusern. Das Haupthaus, in dem auch die Infos ausgehangen und das Essen serviert wird, liegt 2 Gehminuten entfernt vom nächsten Surfspot N’gor right. Wir verbringen die erste Nacht im Dorm, neben den herkömmlichen Dormrooms bietet das Camp auch Schlafmöglichkeiten auf der Dachterasse bzw. dem Balkon. Wer also Lust hat, sich auch während der Nacht eine erfrischende Atlantikbriese um die Nase wehen zu lassen, ist hier goldrichtig. Wir wählen ab Tag 2 die etwas spießigere Variante und fühlen uns in unseren Einzelzimmern mit Bad, gemeinsamen Wohnzimmer und Dachterrasse zwar nicht wie auf Abenteuerrreise, dafür aber ziemlich wohl.

 

Der Surf

Am nächsten Tag wachen wir voller Vorfreude auf und stürzen uns in die Fluten. Zur rechten Hand der Insel findet man (wenn die Bedingungen passen) N’Gor left, zur linken N’Gor right. Die Wellen sind seit Bruce Browns Klassiker Endless Summer weltberühmt und stehen dementsprechend bei nicht wenigen Surfern auf der Bucket List. Wie der Name schon sagt, ist N’Gor Right ein rechter Reefbreak und deutlich konstanter als die linke Welle auf der anderen Seite der Insel. Ihr ganzes Potential zeigt die Welle bei einem Swell ab 4ft aus Südwest bis nördlicher Richtung. Trotz nicht allzu guten Windverhältnissen läuft die Welle sehr ordentlich. Man braucht jedoch nicht lang um festzustellen, dass es sich hier nicht gerade um eine anfängerfreundliche Welle handelt. Der steile Take-Off und viele unterschiedliche Sections verlangen nach fortgeschrittenen Surfskills.

Surfen N'gor right im Senegal

Jens nach einer Session in N’Gor Right

In unmittelbarer Nähe der Insel findet sich jedoch für jedes Level die passende Welle. Kurze und unkomplizierte Wege geben einem die Freiheit spontan zu entscheiden, ob man mit dem Boot zur Mid-Hightide den smoothen A-Frame PBC surfen möchte, mit dem Campvan loszieht und mit den Surflehrern unter Anleitung Secrets ausprobiert oder doch noch ein paar Minuten weiterläuft um die kurze aber unglaublich saubere und schöne Welle Vivier zu surfen.

Der Forecast sieht gut aus und verspricht einen dicken Swell für die nächsten Tage, was uns ermöglicht uns ein paar Beachbreaks südlich von Dakar in Angriff zu nehmen, die während der Wintermonaten nur bei wirklich großen Swells aus nördlicher Richtung funktionieren. Noch vor dem Morgengrauen packen wir unsere Sachen und schleichen im Dunklen über die Insel um mit dem Boot aufs Festland überzusetzen und uns Richtung Süden nach Yenne und Toubab aufzumachen. Wir haben Glück und bei kopfhohen Wellen surfen wir stundenlang mit nur 5 Menschen im Line-up. Am Morgen läuft eine linke Welle nördlich des kleinen Piers und gegen Abend, taucht mit ablaufendem Wasser eine wunderbare rechte Welle auf, die vom felsigen Pier bis zum Strand entlangperlt. Die Tage vergehen wie im Fluge während wir die verschiedenen Spots rund um die kleine verschlafenen Insel N’Gor absurfen.

Surfen in toubab Senegal

Nic surft Toubab

 

 

Das Essen

Frühstück im Surfcamp

Frühstück im Surfcamp

Im Camp zaubert die lokale Küchencrew jeden Abend ein anderes typisch afrikanisches Gericht auf den Teller. Natürlich wird hier viel Fisch verarbeitet, es gibt verschiedene Gemüse aus der Tangine und auch einmal den guten alten Klassiker Spaghetti Bolognese für den gemeinen Europäer.

Um sich zwischen den Surf Sessions zu stärken, findet man an den Stränden viele kleine Hütten in denen man sowohl süßes als auch deftiges Gebäck für zwischendurch bekommen kann oder aber man nimmt sich die Zeit um die verschiedenen Fisch, Meeresfrüchte oder Hühnchen Gerichte zu kosten. Natürlich sitzt man hier direkt am Strand mit den Füßen im Sand und genießt nicht nur die zauberhafte Aussicht, sondern auch die recht kommunikative und unterhaltsame Art der einheimischen Gastronomen.

 

Die Kultur

Ein absolutes Muss ist die ehemalige Sklaveninsel Gorée ca. 3 Km vor der Hauptstadt Dakar. Mit der Fähre ist man in 20 Minuten da. Ein einhemischer Führer hat uns die Insel gezeigt und erklärt unter was für Bedingungen der Sklaventransport von Westafrika nach Amerika ablief.

Goree Island im Senegal

Goree Island

Das „Monument de la Renaissance africaine“ ist eine 49 Meter hohe Bronzestatue wurde 2010 fertig gestellt. Es ist ein Mahnmal der Auferstehung und Wiedergeburt des afrikanischen Volkes nach den Jahren der Unterdrückung (Sklaverei und Kolonialisierung).

Monument de la renaissance Senegal

Kulturtrip zum Monument de la Renaissance africaine