Wavetours Blog

Eishockeyprofi Roland Kaspitz im Wavetours-Camp

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Immer wieder dürfen wir in unseren Surfcamps auch Spitzensportler aus anderen Disziplinen begrüßen – ob Snowboard, Skateboard, Wakeboard oder auch Eishockey – unsere Liste an Profisportlerbesuchen ist lang. Diesen Sommer hatten wir Roland Kaspitz, den mehrfachen österreichischen Meister im Eishockey und österreichischen Nationalspieler, zu Besuch im Wavetours Camp in St. Girons. Gemeinsam mit unserem Surfcoach Rene, hatte Roland damals mit dem Eishockey spielen angefangen. Rene verschlug es zum Surfen, Roland blieb beim Eishockey. Vor einigen Wochen konnten wir Roland dann bei seinen ersten Versuchen auf dem Surfbrett begleiten.
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Hi Roland, fangen wir doch mit ein paar Infos über dich an: Was ist so der größte Verein bei dem du bisher gespielt hast?

Roland: Der größte Verein (überlegt). Ich habe früher in Schweden gespielt in der zweiten Liga, das war schon ein super Niveau. Dann in Deutschland in Landshut und in Graz, Innsbruck und Ljubljana. In der kommenden Saison spiele ich dann für Lyon.

Was war dein größter sportlicher Erfolg?

R: Ich bin zwei Mal österreichischer Meister geworden. Bei der WM konnten wir 2:2 gegen Canada spielen, da waren wir schon ziemlich gut. Insgesamt habe ich neun oder zehn Weltmeisterschaften gespielt. Die erste WM in Schweden war für mich eine Überraschung. Dass ich da nominiert wurde und dann auch gleich zwei Vorlagen geben konnte, hat mir getaugt.

Wie kamst du zum Surfen?

R: Durch Rene. Wir haben ja zusammen Eishockey gespielt und er hat dann irgendwann aufgehört und wir haben ein bisschen den Kontakt zueinander verloren, weil er kreuz und quer in der Weltgeschichte rumgereist ist. Und dann vor ein paar Jahren hat er sich bei mir über Facebook gemeldet und seitdem sind wir wieder in Kontakt. Eigentlich wollte ich letztes Jahr schon ins Camp fahren, aber das hat nicht geklappt. Dafür habe ich es dann dieses Jahr spontan nach St. Girons geschafft.

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Wie waren denn deine Erwartungen an das Thema Surfen bevor du hier her kamst?

R: Ich habe nur gehört, dass es ein ziemlich schwieriger Sport ist, aber ich hab mir darunter nicht wirklich was vorstellen können. Gleich bei der ersten Session bin ich dann auf dem harten Boden der Realität angekommen. Da hab ich mich vielleicht im Voraus überschätzt und bin im Endeffekt nur gepaddelt, gepaddelt, gepaddelt. Es ist wirklich anstrengend und wenn man Leute sieht, die es können denkt man, dass es total easy aussieht. Aber allein schon in die Wellen zu kommen, die surfbar sind, ist harte Arbeit.

Hast du dir das Surfen so anstrengend vorgestellt? Du bist doch eigentlich ein trainierter Profisportler.

R: Ja, aber ein schlechter Schwimmer (lacht). Ich habe es mir tatsächlich nicht so hart vorgestellt. Natürlich bin ich stark und wahrscheinlich auch stärker als der durchschnittliche Surfkursanfänger, aber trotzdem hat mich das Paddeln komplett ausgelaugt.
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Wie würdest du denn, wenn du jetzt heimkommst, einem Freund das Surfen beschreiben?

R: Hier im Wavetours-Camp herrscht echt eine gute Gemeinschaft. Hier gibt es kein „Meins“ sondern immer ein „Unser“ und ich finde angenehm, dass hier alles geteilt wird. Das Surfen ist anstrengend, aber es macht halt Spaß. Einmal war ich sechs Stunden am Stück im Wasser und das kommt bei mir nicht oft vor (lacht).

Sehen wir dich nochmal wieder? Bleibst du beim Surfen?

R: Die Chancen stehen sehr gut. Ob es jetzt das nächste Jahr wird oder das Jahr drauf steht noch nicht fest, aber wiederkommen werde ich sicher!

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