Wavetours Blog

DWV Kontrollbericht 2013 – Familycamp Seignosse

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dwv_anerkannte_surfschuleKontrollbericht – Wavetours | Seignosse Deutscher Wellenreit Verband

In Seignosse bietet Wavetours seit einigen Jahren ein Camp für die ganze Familie. Hier können sowohl Eltern als auch Kinder gemeinsam das Surfen erlernen. Manchmal entscheidet sich aber auch der ein oder andere lediglich das Yoga-Angebot wahrzunehmen, das jedes Jahr von Karla angeboten und auch reichlich genutzt wird – Karla ist zudem auch die Campleiterin und dies seit mehreren Jahren. Untergebracht ist man hier in gemütlichen und komfortablen Bungalows unmittelbar hinter der Düne.

Die Surfkurse wurden auch dieses Jahr wieder von einer eingespielten Crew geleitet, die Woche für Woche extrem positives Feedback der Teilnehmer erhält. Der Headcoach dieser Truppe ist Freddy. Der Level II-Lehrer macht den Job bereits seit 2008 und besticht mit viel Erfahrung. Gemeinsam mit Younggun Arne – der kürzlich mit seinen 18 Jahren die Deutsche Meisterschaft geholt hat – unterrichtet Freddy die Anfänger. Je nachdem wie die Teilnehmerzahlen sind werden hier auch mal reine Kindergruppen gebildet. Nach der abendlichen Vorstellungsrunde am Anreisetag beginnt schon direkt die erste Theorieeinheit. Hier wird das Revier erklärt und die ersten Hinweise zu Gefahren durch Strömungengegeben. Zum Ausklang gibt es noch die Einführung ins Material.

Dann geht’s am Folgetag mit Brettern und Neos an den Strand. Es ist ausreichend Material für alle vorhanden. Besonders für Kinder ist es wichtig, dass hier Softboards verwendet werden, da diese die Verletzungsgefahr extrem senken. Am Strand angekommen gehen alle erstmal ein Runde Bodysurfen um sich an das Meer und die Wellen zu gewöhnen. Bereits hier können die erfahrenen Surflehrer erkennen wer noch ein bisschen ängstlich in die Wellen geht und können etwas mehr Hilfstellung in den folgenden Praxiseinheiten geben. Bevor die Teilnehmer mit den Brettern ins Wasser gehen, gibt es wichtige Sicherheitshinweise, die besprochen werden. Wichtig ist hier zum Beispiel der Schutz des Kopfes, sollte man mal eine Fahrt ungewollt abgebrochen haben. Kopf und Gesicht werden mit einer einfachen Technik geschützt. Wie bei allen folgenden theoretischen und praktischen Besprechungsrunden wird hier so wenig wie nötig frontal gearbeitet. Das meiste erarbeiten die Gruppen gemeinsam. Anschließend geht es an die Gleitübungen auf der Schaumwalze. Obwohl man noch nicht steht macht das bereits allen Teilnehmern großen Spaß und die erste Einheit kann mein einem Erfolgserlebnis abgeschlossen werden.

Der Zweite Surftag steht ganz im Zeichen der Aufstehbewegung. Nach ersten Trockenübungen versuchen die Teilnehmer ihre ersten Wellen stehend abzureiten. Gerade im Kindes- und frühen Jugendalter fallen koordinativ schwierigere Aufgaben noch etwas leichter als im Erwachsenenalter. Dadurch lernen die Kinder sehr schnell und überflügeln häufig ihre Eltern – bei denen es aber natürlich schließlich auch funktioniert. Die Erfolgsquote ist aufgrund von kleinen Gruppengrößen sehr hoch. Nach der ersten großen Theorieeinheit im Camp werden alle weiteren am Strand gehalten. Dadurch haben die Familien viel Freizeit und können gemeinsamen Ausflügen oder ähnlichem nachgehen. Außerdem können die Inhalte Wellen, Strömung und Vorfahrtsregeln sehr gut am Beispiel der aktuellen Meersbedingungen gezeigt werden. Mit Hilfe des morgendlich Spotchecks, bei dem die Gruppen gemeinsam die Bedingungen einschätzt, kann das erlernte Wissen direkt angewendet werden.

Im weiteren Verlauf der Praxiseinheiten wird der Take-Off weiter perfektioniert. Hier kann auf jeden Teilnehmer individuell eingegangen werden. Nach fast jeder Welle bekommen die Teilnehmer Hinweise und ggf. neue Aufgabenstellungen. Beispielweise arbeiten einige an der richtigen Standposition auf dem Brett, während andere bereits versuchen die ersten Kurven zu fahren. Neben den Surflehrern sind zusätzlich noch Praktikanten am Strand, weshalb Gruppen auch mal geteilt werden können, oder ganz junge Teilnehmer auch mal eine Sonderbewachung erhalten.

Das Wochenziel für die Anfänger ist die sichere Weißwasserfahrt auf der Schaumwalze, was eigentlich auch immer erreicht wird, sowohl bei jung und alt. Je nach Bedingungen kann man gegen Ende der Woche auch schon die Grünen Wellen anstarten.

Auch die Fortgeschrittenen kommen natürlich auf ihre Kosten. Diese werden meist von Tobi und Moritz geleitet. Beide arbeiten schon länger gemeinsam in Seignosse und sind extrem eingespielt. Je nachdem wie die Könnerstufen sind, kann hier an verschiedensten Punkten angesetzt werden, um das Surfniveau jeden Teilnehmers individuell nach vorne zu bringen. Dabei ist dieses Duo nicht nur sehr engagiert sondern auch extrem erfolgreich. Beispielsweise können Bottom- und Top-Turn hier erlernt werden.

Neben dem Surfen besteht die Möglichkeit den Fußball- und Basketballplatz, sowie den Pool auf der Bungalowanlage zu nutzen. Außerdem gibt es das Angebot an Ausflügen zum Beispiel nach San Sebastian teilzunehmen. Während den Surfkursen können die ganz kleinen Gäste von Anna der Kinderbetreuerin beaufsichtigt und bespaßt werden.

Nicht nur die äußeren Umstände, sondern auch das eingespielte und sympathische Team sorgt dafür, dass viele Familien immer wieder kommen und teilweise zum dritten oder vierten Mal gemeinsam hier Surfen gehen. Bereits am ersten Tag gibt es daher häufig das ein oder andere Wiedersehen mit alten Bekannten. Ein super Ding – das Family-Camp in Seignosse!!!

Der DWV wünscht allen Teilnehmern viel Spaß und Erfolg beim Surfen!!!

Martin Itor
Dipl. Sportwiss.
Koordinator der DWV-anerkannten Surfschulen

Mehr Informationen und Impressionen zum Familycamp Seignosse gibt es hier.
Auf Anfrage wird der Qualitäts- und Standardsicherungsbericht des DWV ausgehändigt.