Wavetours Blog

ERFAHRUNGSBERICHT: Die Wavetours-Crew in Ericeira

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Das Surfcamp Ericeira

Das Surfcamp Ericeira

Dienstagmorgen, 5 Uhr: Eine Gruppe surfhungriger Wavetours Mitarbeiter trifft sich am Terminal 2 des Flughafens Frankfurt am Main. Ziel ihres Unterfangens ist die einwöchige Saisonvorbereitung der Frankreich Camps in der neusten Wavetours Destination, dem Portugalsurfcamp in Ericeira. Geschäftsführung, Personalabteilung, Marketing sowie der Destinationsleiter und all seine Campleiter aus Frankreich steckten eine Woche lange die Köpfe zusammen, um über Neuerungen, Saisonverläufe, Ziele und vieles mehr zu sprechen.

Nach dem knapp dreistündigen Flug nach Lissabon, ging es per Mietwagen in das ca. 40-Minuten entfernte Portugalsurfcamp. Bevor wir die Zimmer bezogen und die Boards auf Transportschäden überprüften (Ryanairquote: ¾ Boards mit Dings!), wartete, wie jeden Morgen, ein abwechslungsreiches und frisches Frühstücksbuffet auf uns Teilzeitfranzosen.

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Den Rest des Tages ließen wir es gemütlich angehen. Reichlich Sonnenbaden, ein kleines Workout im campeigenen Outdoorgym, liebevoll „Muscle Beach“ genannt, und eine ersten Surfsession am nahegelegenen Praia do Sao Julia sollten es für den Tag gewesen sein. Der Spot liegt maximal 5 Minuten Autofahrt vom Haus entfernt. Er gilt als wahrer Swellmagnet unter den Beachbreaks in der Umgebung und erfreut sich wohl auch deshalb bei Locals und Surftouristen bester Beliebtheit.

Genügend Abwechslung muss sein

Genügend Abwechslung muss sein

Abendessen wird im Portugalsurfcamp selbst gekocht. Dafür teilten wir Zweierteams ein, was sich als sich als hervorregender Schachzug entpuppte. Allerdings stellte diese Idee die Personalabteilung auch vor einige Probleme, hoben sich doch alle unsere Campleiter als hervorragende Köche hervor und wer weiß, vielleicht sehen wir den ein oder anderen in der kommenden Saison in einer Doppelfunktion😉 Mit besten regionalen Produkten brannten wir ein wahres Feuerwerk des Gaumengenusses ab.

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Nach einem gemütlichen ersten Tag, ging es dann an die Arbeit. Die optimale Ausrichtung der Terrasse des Portugalsurfcamps ermöglichte es uns den ganzen Tag in der Sonne zu sitzen. In solcher einer Atmosphäre fühlen sich stundenlange Meetings und angeregte Diskussionen viel weniger nach Arbeit an, als es sie es tatsächlich sind. In regem Austausch besprachen wir in den nächsten Tagen z.B. Aufbauten und Abläufe mit den neuen Campleitern und „alten Hasen“ und drehten an der ein oder anderen internen Stellschraube. All die Arbeit fand natürlich in einem ausgewogenen Gelichgewicht zu regelmäßigen Surfeinheiten statt.

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Doch neben dem guten Wetter und den super Surfbedingungen hielt die Woche noch eine weitere große Überraschung für das Wavetours Team bereit. Freitags stand ein Ausflug ins 1,5h nördlich gelegene Nazaré an. Am berühmten Leuchtturm sollte kein geringerer auf unsere Crew warten, als BigWave-Surfer und TowIn-Pionier Alex Wippel, guter Freund unseres Gastgebers Martin Roll.

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Bereits 2017 hatten einige aus dem Team, bei der Saisonnachbesprechung in Ericeira, das Vergnügen Nazaré at its best zu erleben. Dieses Mal stand jedoch nicht wieder zuschauen auf dem Programm. Alex Wippel surft die Bestien Nazarés nicht nur, sondern ist auch Watersaftey und TowIn- Experte. In den frühen 90ern war er einer der ersten, die auf Maui anfingen das TowIn in Bigwaves zu betreiben. Hierbei wird der Surfer mit Hilfe eines Seils, das an einem Jetski befestigt ist, in die Wellen gezogen. Von Jaws über Mavericks bis hin zu Nazaré, Alex Wippel kennt sie alle, die größten Wellen der Welt. Nach einer Einführung in den Spot, das Material und die besonderen geographischen Gegebenheiten Nazarés, ging es in den Hafen.

 

 

Von dort sollte einer nach dem anderen von Alex Wippel und seinem 300PS-starken Jetski in die Wellen Nazarés gefahren werden. Bei einem Swell von 4 Fuß bei 13 Sekunden kamen an diesem Tag am famosen Beachbreak Praia do Norte „nur gemütlichen“ 4-5 Meter an, es war, wie Alex sagte, „flat“.  Wir machten es uns jeweils einzeln auf dem Rescue-Schlitten des Jetskis bequem und durften die Inside von Nazaré aus erster Hand erleben. Diese unglaubliche Erfahrung wird uns allen noch ewig in Erinnerung bleiben und hat unsere Sicht auf Nazaré nachhaltig verändert.

Alex Wippel

Alex Wippel

Mit diesem beeindruckenden Erlebnis im Gepäck fuhren wir wieder zurück nach Ericeira. Wir schmissen uns in feinste Abendgarderobe und trafen uns mit der ganzen Crew zum gemeinsamen Teamdinner in der Stadt. In dem Restaurant unseres Vertrauens ließen wir uns die lokalen, kulinarischen Spezialitäten schmecken und begossen unser Beisammensein mit dem ein oder anderen Glas Rotwein.

Tags drauf rief die Arbeit wieder, bevor am Abend die nächste Teambuildingmaßnahme anstand: das große Team-Grillen mit reichlich Fisch, Fleisch und allem was das Vegetarierherz begehrt. Wie man sicherlich herauslesen kann, haben wir der kulinarischen Ekstase und dem Genuss besonders große Bedeutung beigemessen, denn nur so lässt es sich auch produktiv arbeiten. Gestärkt durch zahlreiche Leckereien und ausreichend Ablenkung blieb in den letzten zwei Tagen genug Zeit, um auch die verbleibenden Themen abzuarbeiten und sich bei einer letzten Sessions im portugiesischen Atlantik nochmal ordentlich auszupowern.

 

Das Portugalsurfcamp bot uns die optimalen Bedingungen, um die perfekte Kombination aus Surf, Chillout und Arbeit in wunderschöner Umgebung und einladendem Ambiente auszukosten. Wir schauen auf eine äußerst erfolgreiche Woche mit bester Stimmung, super Surfsession und vor allem reichlich richtig gutem Essen zurück.

Obrigado Portugalsurfcamp und bis bald!