Ziele des Surfens
Man
versucht also, sich und das Surfbrett konstant am steilen Teil der
Welle aufzuhalten, also so nahe wie möglich am Brechungsrand der
Welle, da man hier am meisten Geschwindigkeit erlangt und demnach
kraftvollere Manöver ausführen kann. Eine Reihe
funktionaler Manöver ermöglichen es dem Surfer, die Welle
optimal auszunutzen, wobei verschiedene Wellen auch unterschiedliche
Manöver erfordern.
Im
Rahmen eines Wettkampfs definiert der Deutsche Wellenreit Verband das
Ziel des Surfens wie folgt:
„Der
Surfer soll seine Welle mit den radikalsten und sicher kontrollierten
Fahrmanövern in der kritischen Sektion mit durchlaufender
Geschwindigkeit und Kraft abfahren. Derjenige, der solche Techniken
auf den grössten und besten Wellen seines Laufes über die
längste funktionale Distanz mit vollkommener Kontrolle
durchführt, soll der Sieger sein.“
Das persönliche Ziel eines jeden Surfers ist natürlich eine sehr subjektive Angelegenheit.
„Man kann aggressiv oder mit absolut freiem Geist surfen. Man kann sich verausgaben und Stunde um Stunde an die eigenen Grenzen gehen, oder man kann es zu einer beglückenden sinnlichen Erfahrung machen.“ (aus „Stoked – die Geschichte des Surfens“ von Drew Kampion)
Unterschiedliche Surfer verfolgen also unterschiedliche Ziele. Während sich der erste der Herausforderung der Natur stellen möchte, sieht der zweite sein Ziel darin, seinen Lebensunterhalt durchs Surfen zu bestreiten. Ein dritter Surfer verwirklicht sich beim Abreiten extrem großer Wellen, während der vierte immer radikalere Manöver ausführen will.
(Text: Daniela Cramer)