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Die perfekte Welle


Die Suche nach der perfekten Welle ist ein Mythos, der viele Surfer seit Jahrzehnten in seinen Bann zieht. Aber, wie sieht eine perfekte Welle denn eigentlich aus?

Wie man Qualität und Eigenschaften einer Welle bewertet, ist eine äußerst subjektive Angelegenheit, die eng mit den persönlichen Vorlieben eines Surfers verbunden ist. Deswegen kann es keine universelle „perfekte Welle“ geben. Manche Surfer fühlen sich in kleinen Wellen wohler, andere versuchen, die Natur beim Abreiten immer größerer und gefährlicherer Wellen herauszufordern. Manche Wellen brechen schnell, so dass der Surfer eine hohe Geschwindigkeit erlangt, und formen eine Tube - laden den Surfer zum Tuberide ein. Wieder andere Wellen brechen langsam und geben dem Surfer damit Zeit, unzählige Manöver auszuführen. Es gibt Wellen, die sich zur großen Freude eines jeden Shortboarders steil aufbauen und solche, die flach bleiben und damit besonders interessant für Anfänger oder Longboarder sind. Auch was Surfspots angeht, hat jeder Surfer seine persönlichen Favoriten. Eins steht jedoch fest: Es gibt durchaus positive und negative Eigenschaften von Wellen.

Eine Welle ist zum Surfen geeignet, wenn sie „läuft“, d.h. sich an einem Punkt zuerst überschlägt und anschließend gleichmäßig in eine oder beide Richtungen bricht. Baut sich eine Welle immer an demselben Peak auf, so kann man als Surfer besser einschätzen, wo man sich im Wasser befinden sollte, um sie anzustarten. Bricht eine Welle gleichmäßig in eine Richtung, kann der Surfer parallel vor dem Brechungsrand herfahren – das eigentliche Ziel des Wellenreitens. Bricht sie sogar in beide Richtungen, so kann sich der Surfer aussuchen, ob er lieber die Linke oder die Rechte nehmen möchte. Leider brechen Wellen meist nicht ganz so perfekt.

Wie eine Welle tatsächlich bricht, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Hierbei spielen Umwelteinflüsse wie Wind, Untergrund oder Gezeiten eine entscheidende Rolle. Bläst der Wind von hinten auf die Wellen, bringt er sie frühzeitig und an mehreren Stellen gleichzeitig zum Brechen, was das Surfen erschwert oder auch unmöglich machen kann. Ist das Meeresbodenrelief nicht entsprechend geformt, wird eine sich darüber aufbauende Welle dementsprechend unbrauchbar sein. Befindet sich wegen des Gezeitenstandes zu wenig bzw. zu viel Wasser über einer Sandbank, so kann dies dazu führen, dass eine Welle gleichzeitig auf der vollen Breite bzw. gar nicht mehr bricht.

(Text: Daniela Cramer)



 
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