Surfmags
Als
Begleitmaterial zu seinem ersten Film Surf
Fever, der 1960 in
die Kinos kam, veröffentlichte der amerikanische Kameramann John
Severson das erste Surffoto-Jahrbuch. Es nannte sich The
Surfer und
enthielt, da das Zeitalter der einäugigen Spiegelreflexkameras
noch nicht angebrochen war, größtenteils Standfotos aus
seinem Film. Aufgrund seines Erfolgs beschloss Severson, dass die
Zeit reif für ein vierteljährlich erscheinendes Magazin
sei. Mit The Surfer
Quarterly schuf er
die erste Surfzeitschrift - ihre Auflage stieg allein während
der 60er Jahre von 5000 auf 100.000 Exemplare pro Heft an. Ab 1963
gab es das Beiheft International
Surfing, das 1970
unter dem Namen Surfing
eigenständig wurde. In diesem Jahr erschien auch die erste
Ausgabe der australischen Zeitschrift Tracks,
die sich durch ihren unverblümten Stil auszeichnete und schon
bald als Sensationsblatt galt.
Die in den Surfmagazinen veröffentlichten überwältigenden Bilder und abenteuerlichen Berichte hielten die Surfkultur ihrer Zeit am Leben und sprachen ein breites Publikum an. Sie machte es Surfern in aller Welt möglich zu erfahren, was in der Surfszene an anderen Orten der Welt geschah und schufen einen soliden Markt für Surffotos, der zuvor nur schleppend vorankam.
Auch in der heutigen Zeit erfreuen sich Surfmagazine höchster Beliebtheit und präsentieren dem Leserneben zahlreichen Fotos neue Reiseziele und Reiseberichte, informieren über aktuelle Surfwettkämpfe, die Rangliste der ASP-Tour und gehen speziell auf andere interessante Themen ihrer Zielgruppe ein.
Zu den
meistverbreiteten amerikanischen Surfmagazinen gehören Surfer,
Surfing und
Transworld Surf, die
sich hauptsächlich auf die nationale Surfszene beschränken.
Australian Surfing
Life (ASL), Tracks, Waves und
In Deep zählen
zu den beliebtesten australischen Surfzeitschriften, und Surf
Europe, die während
des Sommers monatlich herauskommt und in 5 Sprachen veröffentlicht
wird (Englisch, Deutsch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch),
befasst sich speziell mit der europäischen Surfszene. Dann wären
da noch spezielle Surfmagazine für Frauen zu erwähnen, wie
Surfing Girl und
Wahine Magazine in
den USA oder Wave’s
Surf Girl und Chick
in Australien. Die amerikanische Zeitschrift Longboarder
widmet sich dementsprechend speziell den Longboardern.
(Text: Daniela Cramer)