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DWV - German Surfing


German Surfing

Die ersten deutschen Surfer wurden Mitte der 50er Jahre gesichtet. Zu ihnen zählen die Sylter Rettungsschwimmer Dieter Behrens, Uwe Drath und Walter Viereck, die mit dicken Tauchanzügen bekleidet mit Hilfe ihrer Rettungspaddelboards die ersten Wellen abritten. Da besagte Boards relativ schwer waren und noch keine Finnen besaßen, ließen sie sich jedoch kaum lenken, so dass den Surfern nur ein Geradeausgleiten vor der Welle möglich war. Zu Beginn der 60er brachten Sylter Surfer schließlich die ersten Barland-Surfbretter von einer Reise nach Südfrankreich mit nach Hause, bereits 1966 wurde der Sylter Surfklub gegründet.

Aufgrund seiner geographischen Lage im Schatten Großbritanniens ist Deutschlands Nordsee jedoch von den Groundswells des Atlantiks abgeschirmt und gilt in Europa daher nur als mittelmäßiges Surfrevier. Deutsche Surfer mussten schon immer viel reisen, um ihrer Leidenschaft an besseren Surfgebieten der Erde nachgehen zu können. Eine Handvoll hartgesottener Surfer beschloss auch, Deutschland langfristig den Rücken zu kehren, so entstanden u.A. in Spanien, Frankreich, Portugal und auf den Kanaren kleine deutsche Surfszenen.

Den konsistentesten Surfspot Deutschlands findet man immer noch auf dem Eisbach in München, dort baut sich oberhalb im Wasser vorhandener Felsen eine stehende Welle auf. Seit Jahrzehnten übt der Eisbach eine magische Anziehungskraft auf Surfer aus und ist zu einem Ausweg für ansässige deutsche Surfer geworden, die ihrer Leidenschaft fürs Surfen auf diesem Wege auch zu Hause nicht den Rücken kehren müssen.

In 2003 lag die Zahl deutscher Surfer schätzungsweise bei 25.000. Eine Reihe deutscher Surfschulen in Frankreich, Portugal und Spanien sorgt seit Jahren kontinuierlich für Nachwuchs, zahlreiche deutsche Geschäfte vertreiben Surfbretter und Wetsuits, und deutschsprachige Surfzeitschriften wie Surfers, Surfing Europe, Lineup, oder Blue halten die deutsche Surfwelt über die neuesten Reiseziele und Wettkämpfe auf dem Laufenden.

Der DWV

Der DWV (Deutscher Wellenreitverband) wurde am 16. November 1991 in Köln gegründet. Im November 2005 hatte er bereits 1247 Mitglieder, darüber hinaus hat er sieben Mitgliedsvereine mit insgesamt ca. 59 Vereinsmitgliedern. Der DWV ist Mitglied der ESF (European Surfing Federation), der ISA (International Surfing Association) und des DSLV (Deutscher Sportlehrer Verband).

Seit 1995 veranstaltet der DWV jährlich Deutsche Meisterschaften in Südfrankreich, die nach den offiziellen Wettkampfregeln der ISA abgehalten werden.

Im September 2008 wurde die 13. Deutsche Wellenreitmeisterschaft ausgetragen, bei der deutsche Staatsbürger in folgenden Disziplinen antreten konnten: Openclass Männer, Longboard, Bodyboard Männer, Seniorclass (am 01.01.2008 mind. 28 Jahre alt), Masterclass (am 01.01.2008 mind. 35 Jahre alt), Juniorclass (am 01.01.2008 noch keine 18 Jahre alt), Openclass Frauen, Longboard Frauen und Bodyboard Frauen.

Die Rangliste ergibt sich jeweils aus den Platzierungen der letzten 4 Jahre. Die aktuelle Rangliste der Openclass Männer wird von Nicolaus von Rupp angeführt, gefolgt von Paul Grey, Georg Siebel, Dieter Kuhn und Gerrit Handl. In der Openclass Frauen steht Sonja Hönscheid an erster Stelle, gefolgt von Eva Kreyer, Claire Meillat und Xenia Goffaux. Links zur aktuellen Rangliste gibt es unter www.surf-dwv.com.

(Text: Daniela Cramer)





 
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