Roadtrip: Seignosse - Lissabon in fünf Tagen
Vom 10. bis zum 19. Oktober finden in Costa da Caparica, Portugal, die World Surfing Games (WSG) statt. Deutschland wird mit zehn Surfern teilnehmen, die sich während der Deutschen Meisterschaften in Seignosse, Frankreich, qualifizieren. Das Besondere in diesem Jahr: Das deutsche Team begibt sich auf einen 1.000 Kilometer langen Roadtrip von Südfrankreich nach Portugal. Mit Kameras ausgestattet, werden die Surfer von jeder Etappe der Tour berichten.
Die Surfer brechen am 5. Oktober, direkt nach den Deutschen Meisterschaften (den Quiksilver German Championships) von Seignosse in Richtung Portugal auf. Ihr Ziel sind World Surfing Games, die Weltmeisterschaften im Amateursurfen, bei denen Surfer aus über 20 Nationen gegeneinander antreten.
Neben den individuellen Wertungen entscheidet hier auch die Gesamtleistung der Nationen. Die deutschen Surfer werden den Roadtrip mit der Vorbereitung auf den kommenden Wettkampf verbinden und die besten Spots entlang der Atlantikküste abfahren.
Begleitet werden sie dabei von Nationaltrainer, Teammanager, Physiotherapeut, Koch, Judge und Mediacrew sowie Vertretern der Deutschen Surfpresse. Für angenehme Reisebedingungen sorgen die Partner Suzuki, Quiksilver und Roxy. Wie aber ist die Stimmung während des Roadtrips? Schaffen Wind und Wellen gute Trainingsbedingungen? Bei wem liegen kurz vor Beginn der Games die Nerven blank? Für das Live-Erlebnis der Tour werden die Suzuki-Geländewagen zusätzlich von Sanyo, einem weiteren Partner, mit Video- und Fotokameras ausgestattet. Für tägliche Berichte und Hintergrundinfos, für Porträts der deutschen Surfer, Interviews und die Bilder von den besten Wellen reist außerdem ein Kamerateam mit. Einmal angekommen, wird das deutsche Team in einem Haus in direkter Nähe zum Event wohnen. Das „Deutsche Haus“ soll Camp für Surfer, Betreuer und Presse werden. Als Coach der Nationalmannschaft reist Uli Scherb mit, Teammanager der Mannschaft ist Präsident Jan Groenendijk. Der Event wird zusätzlich im Internet über die Plattform der ISA live übertragen. Die Deutschen Meisterschaften werden es zeigen wer mit auf Tour geht, entscheidet sich vom 27. September bis zum 4. Oktober bei den Deutschen Meisterschaften (Quiksilver German Championships) in Seignosse, Frankreich. Dort formiert sich die Deutsche Nationalmannschaft final.
„Wir freuen uns auf die vermutlich größte und spannendste Deutsche Meisterschaft aller Zeiten“, erklärt Uli Scherb, Coach der Nationalmannschaft und langjähriger Betreuer des deutschen Teams. Aufgrund der terminlichen Nähe der nationalen Meisterschaften und der World Surfing Games bleibt es dieses Jahr nämlich bis zum Schluss spannend: Die endgültige Kadernominierung findet erst bei der Siegerehrung in Frankreich statt.
Außerdem gibt es ein weiteres Novum im Bewertungssystem, auf die das Präsidium des DWV besonders stolz ist: Bei den German Championchips wird in diesem Jahr neben dem Open Champion auch der Titel des Homegrown Champion ausgesurft. Das heißt, der bestplatzierte Surfer, der nachweislich das gesamte Jahr über in Deutschland wohnt, darf per Wildcard bei den WSG mitfahren. „Wir möchten hiermit ein deutliches Zeichen setzen und unsere lokalen Größen
pushen“, betont der Teammanager der Nationalmannschaft, Jan Groenendijk. „Wer schlussendlich in einem der Suzukis Richtung Portugal sitzt, wird somit richtig spannend. Das Niveau steigt unglaublich in den letzten Jahren und ich bin mir sicher, dass wir hier einen würdigen Träger der deutschen Fahne finden werden. Ob der normalerweise im Meer oder im Fluss trainiert, wird sich bei den Quiksilver German Championships zeigen.“ Die Wildcard wird in diesem Jahr erstmals in der Open Class der Männer vergeben und soll in Zukunft vielleicht auch für die übrigen Klassen eingeführt werden.
Neben der Open Class der Männer spielen noch vier weitere Klassen eine Rolle: die Open Class der Frauen, die Bodyboarder Männer und Frauen sowie die Longboarder. Deutschland wird in Portugal von insgesamt zehn Surfern aus diesen Kategorien repräsentiert. Die Aufstellung der deutschen Mannschaft im Überblick:
- 4 Surfer der Open Class Männer
- 1 Longboarder (Brett muss mindestens 9 Fuß lang sein)
- 2 Surfer der Open Class Frauen
- 2 Bodyboarder
- 1 Bodyboarderin
Wie diese Zusammensetzung genau aussehen wird, ist bislang kaum vorher zu sagen. Ob Marlon Lipke – der gerade versucht, sich für die WCT zu qualifizieren – dabei sein kann, bleibt offen. Bei den Frauen waren in der Vergangenheit Sonni Höhnscheid und Eva Kreyer immer vorn dabei, aber auch hier können noch Wetten abgeschlossen werden. Ziemlich sicher ist nur, dass Nico von Rupp eines der Tickets in der Open Class ergattern wird. Bei den Longboardern wird vermutlich Thomas Schmidt mit in der ersten Reihe stehen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.surf-dwv.de.
