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Wetsuits History
Jack O'Neill - der Erfinder des endlosen Sommers auf der Haut

Für die Jungs, die 1950 am Ocean Beach von San Francisco ihre blaugefrorenen Glieder am Strandfeuer wärmten, wären wir schöne Weicheier gewesen. In unseren kuscheligen Neos jammern wir über kalte Zehenspitzen oder weiße Finger. Allein die Vorstellung, ohne Schutz im 17 Grad kalten Wasser zu surfen, löst Gänsehaut aus. Zurück zu den wahren


Erster Neoprenanzug
Surfhelden von 1950: einer unter ihnen hatte wohl auch die Nase voll. Nicht vom Surfen, sondern vom Zittern. Jack O'Neill ließ die Idee von Wärme auf der Haut nicht mehr los. Jede freie Minute verbrachte er im Wasser um seine Erfindungen zu testen. 
In Armeezubehörläden suchte er nach UDT Taucheranzügen, die aus zwei Teilen bestanden und die an der Hüfte zusammengerollt wurden. "Wenn Wasser  hineinkam, war man ganz schön in Schwierigkeiten" erinnert sich O'Neill später. Deshalb versuchte er es weiter mit flexiblem, schwimmfähigen Zellstoff und stopfte das Zeug in seine Surfshort. Und wenigstens dieses wertvolle Körperteil blieb bei der nächsten Surfsession warm. Angespornt nahm Jack Polyvinylchloridschaum (PVC), denn das Material hatte gute Isoliereigenschaften. Er klebte eine Plastikschicht auf die eine Seite und der erste Wetsuit war fertig. Doch Jack war noch lange nicht fertig: PVC war zu schwer zu verarbeiten. Deshalb experimentierte er weiter mit Neopren. Das wurde damals nur in Autowerkstätten zum Abdichten der Oldtimer verwandt. Als Jack feststellte, dass Neopren perfekt isoliert und die Einzelteile einfach haltbar und mit einem speziellen Klebstoff verbunden werden können, schmiss er seinen Job als Verkäufer hin und eröffnete den allerersten "Surf-Shop". Logisch dass der Laden zum Szenetreffpunkt wurde. Und Jack shapte Bretter aus Balsaholz und verkaufte seine Neoprenwesten wie andere Läden Wasserbrötchen. Seine Freunde kauften bei ihm ein, wetteten aber keinen Penny auf seinen Erfolg. Doch O'Neill ließ sich nicht beirren.
Mit dem Verkauf seiner Westen stieg die Zahl der Surfer an. Jetzt gab es auch den "Shorty" und den "Longjohn" und den langärmeligen "Beaver-Tail". Von Nordkalifornien bis Neu England konnte man jetzt Surfer das ganze Jahr über im Meer sehen ohne Erfrierungserscheinungen. 1959 verlegte Jack den O'Neill Surfshop 75 Meilen südlich nach Santa Cruz. Jetzt wurden auch die Surfboards nicht mehr aus Balsaholz, sondern aus Schaum gemacht. Jack eröffnete eine kleine Firma, die nur die Nachfrage nach den Schaumrohlingen befriedigte. Die Werbung mit der vollbusigen Blondine in Jacks Wetsuit mit dem Untertitel "it's always summer on the inside", brachte die männliche Kundschaft und die Neoprenentwicklung auf Hochtouren. Das Hauptinteresse von O'Neill bestand jetzt in der Verbesserung der zweiten Haut: Wie verhindert man, dass das Neopren reißt und wie kann man Wetsuits leichter an- und ausziehen? Ganz einfach: man nehme ein elastisches

Januar 1965
Nylonhemd und laminiert es auf der Oberfläche mit Neoprenschaum. Die Nähte des Neoprens wurden im Zick-Zack-Stich genäht und dadurch haltbarer. Jetzt wollten auch die Taucher, Wasserskifahrer und die Windsurfer das wärmende Material. Abenteuerlustige Surfer entdeckten Spots in Oregon, Washington und Kanada. Wenn wundert's, dass die Firma von O'Neill den weltweiten Wetsuithandel in den achtziger Jahren beherrschte. Das war für Jack der Zeitpunkt, aus dem täglichen Geschäftsleben auszusteigen und die Firma seinen sechs (!) Kindern zu überlassen. Seine Lieblingsbeschäftigung heute besteht darin Schulkinder durch die Monterey Bay zu segeln um bei den Kids das Gespür für den stark bedrohten Ozean zu wecken. "Wirtschaftlich haben wir vom Meer nur profitiert. Ich denke, es gibt heute die Möglichkeiten, ihm wieder etwas zurückzugeben." Bei den Kindern muss Jack O'Neill mit seiner Augenklappe, die er seit einem Surfunfall tragen muß, wie ein Pirat wirken. Bei den Erwachsenen ist Jack O'Neill der Vorreiter, dem es zu verdanken ist, dass für uns Weicheier immer Sommer auf der Haut ist.


Supersuit                                    1970                                         1991

Zitate und Photos mit freundlicher Genehmigung von O'Neill Deutschland
www.oneill.de



Wetsuit Future

Rip Curl bringt im July 2002 den „Raptor“ auf den Markt.
Auf der letzten ISPO wurde sie zum ersten mal vorgestellt die neue Bahnbrechende Neopren-Innovation namens „Raptor“. Frank Vidal Chef der Wetsuitentwicklung erklärte, bisher erzeugte jeder Übergang von Glatthaut auf kaschierte Oberfläche oder der Übergang aus Designgründen von einer Farbe auf die andere eine neue Naht. Wenn man bedenkt, dass Nähte von jeher Schwachstellen sind bezüglich der Stabilität/Haltbarbeit und der Wasserdurchlässigkeit und darüber hinaus Arbeitszeit verschlingen so wäre ein Reduzierung der Nahtstellen doch ein enormer Fortschritt. Dies ist uns erstmals mit dem Raptor gelungen, wir haben nahezu 2/3 der Nähte eingespart, der Anzug kommt mit einem Minimum an Schnittstellen aus, da das Design und die wind- und wasserabweisende Haihaut durch eine neue Technologie extra aufgebracht werden kann. Diese neue Technologie nutzt Rip Curl´s „neuer“ mit seinem futuristischen Design in vollen Zügen aus. Ein solches Design wäre bisher schlicht nicht möglich gewesen. Das Gute für den Endverbraucher ist. der Raptor wird preislich zwischen der „Core“ und den „Ultimate“ Anzügen liegen.

Beim Wellenreitopening 2002 in Seignosse, konnte der Raptor zum ersten mal von deutschen nicht Teamridern getestet werden.



Rip Curl H-Bomb schmeißt die Heizung an.
Das innovative Highlight der letzten ISPO - der Rip Curl H Bomb! Davon haben
schon Generationen von Surfern geträumt. Ein Traum so oft geträumt wie der Lift
zum Line Up ist der mit dem beheizten Wetsuit. Den ersten beheizbaren Wetsuit
der Welt gibt’s jetzt von Rip Curl. Ab jetzt wird nicht mehr gefroren, denn: Auf der
Rückseite des Wetsuits ist ein wasserfest verpacktes Heizungssystem mit zwei
Wärmebatterien aus Kunstfaser integriert, die entsprechende Wärme ausstrahlen
was die Auskühlung selbst bei extremsten Bedingungen nochmals weiter verzögert.
The next Level eben. Die Rip Curl Testpiloten Wickwire und Garrigue testeten die
H Bombs 8 Tage im kalten Polarkreis. Trotz der Eisberge blieben Frostbeulen und
blaue Lippen aus. Mehr dazu auf http://www.ripcurl.com/hbomb/


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