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Hiver en France – Winter in Frankreich

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131227lanordZu den klassischen Winterrevieren gehört die südfranzösische Atlantikküste eigentlich ja nicht. Die Sommer-Surfer und Saisoniers zieht es im Winter weiter in südliche Richtung nach Portugal, Marokko oder auf die Kanaren. In den Monaten Mai bis Oktober tobt die Küste und vor allem in den Surfcamps erleben viele den Sommer ihres Lebens. Es ist ein aufregendes 1794469_charlie-drone-capbreton-1200_800x533pLeben in der Surfcamp Welt! Doch immer wieder zieht es einen auch in das abwechslungsreiche Hinterland des Küstenstreifens. Bei einem Ausflug nach San Sebastian (Spanien) entdeckt man jedes Jahr neue schöne Ecken der Stadt, dass BBK Festival in Bilbao mit seinen namenhaften Künstlern ist immer einen Besuch wert und im September lassen sich die weltbesten Surfer bei der Quik Pro France (WM im Wellenreiten) live 10868125_10152907913512674_1907308250498773239_nerleben. Sobald das Event vorbei ist reisen die meisten Touristen ab und die ersten Restaurants und Bars schließen für den Winter ihre Pforten.
Das ist der Moment, in dem die beste Zeit der Gegend anbricht! Die Herbstswells laufen rein und die Tage sind immer noch sommerlich. Gegen November rollen die letzten Bullis in Richtung Süden und das Meer produziert konstant min. 5ft Swell. Nun gibt es nördlich von Hossegor kaum noch eine Sandbank zum Surfen weil die Kraft der Wellen einfach zu stark IMG_3856ist. Im Winter surft man eigentlich nur die Spots südlich der Hafenmauer von Hossegor. An die Nordbank von Hosssegor wagen sich nur die harten Jungs mit ihren Guns (ohne Jet Ski). Bei der allwinterlichen Rip Curl „LA Nord Challenge“, die nur bei großen Bedingungen stattfindet, kann man sich die Action herrlich vom einem der Grande Plage Cafés aus anschauen.

Zum Thema „Winter in Frankreich“ ist vielerorts von eiskaltem Wasser, Dauerregen und Geisterstädten die Rede. Doch so schlimm ist es gar nicht. Der 3/2er Neo ist zwar nicht mehr unnamed-3ausreichend, aber bis Januar konnte man diesen Winter noch ganz entspannt im 4/3er ohne Zusatz surfen. Wenn man die Mittagspause umgeht, sind die Spots der Gegend weitestgehend leer und man kommt in einer halben Stunde auf mehr gute Wellen als in 3 Stunden im Hochsommer…
Über das Wetter lässt sich nicht klagen! Im bisherigen Winter hatten wir bis heute unzählige Tage mit strahlendem Sonnenschein bei 17°. 10421164_10152804579967674_1024229906151889686_nDie Temperatur ist nahezu durchgehend zweistellig, was einen auch dazu einlädt die wunderschöne Natur der Gegend zu erkunden.
Die ansonsten verstopften Straßen lassen nun auch Blicke nach links und rechts zu und man entdeckt Dinge, an denen man im Sommer einfach vorbeifährt. Innerhalb einer halben, bis Stunde Fahrzeit in Richtung Inland findet man beeindruckende Landschaften und noch ein bisschen weiter warten Skigebiete zwischen 1800m bis 3600m. Man muss also nicht nach 1554578_10152432645297674_8008446212156963568_nNeuseeland wenn man einmal an einem Tag Snowboarden und Surfen will 😉

Die „Geisterstädte“ gibt es natürlich auch, aber wenn man in der Gegend rund um Seignosse, Hossegor oder Capbreton wohnt, hat man alle Möglichkeiten für soziale Geselligkeiten. Ein großes Sport- und Kursangebot für Einheimische und Dauerurlauber bieten die optimale Gelegenheit Land und Leute noch näher kennenzulernen.
Am 21. Juni ist der Tag mit den meisten 10612692_10152804579737674_8375766182370646625_nSonnenstunden. Hier unten haben wir jetzt schon eine Stunde mehr Sonnenlicht als in Deutschland und man darf sich nach diesem (Herbst)Winter auf einen herrlichen Frühling freuen. Denn das ist das schöne hier: Die Jahreszeiten erleben ohne zu erfrieren, surfen gehen und das alles in einem sympathischen Umfeld.

Es grüßt euch,
Der Phil

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